Urlaubsland USA. Ob mit dem Auto oder Motorrad – ein langersehnter Traum für viele.

Bereits in unserem letzten Artikel haben wir uns mit der bevorstehenden Urlaubssaison und den damit auftretenden Besonderheiten im europäischen Ausland befasst. Tempolimits, Alkoholverbote und Warnwesten waren die Themen. Diesmal soll es einen Sprung über den „großen Teich“ geben – wir wollen die Thematik noch einmal aufgreifen und zugleich um das Reiseland USA erweitern. Besonders soll hier die Reise- und die Führerscheinregelung in den Fokus dieses Artikels gestellt werden.

Einmal die Route 66 entlang fahren. Oder vielleicht ein Roadtrip von der Ostküste zur Westküste? Viele träumen von den USA als Reiseland mit der schier unglaublichen Weite und seiner unbegrenzten Anzahl an Highways quer durchs Land. Darum reizt es auch viele Urlauber, sich den persönlichen Traum vom USA-Urlaub mit dem eigenen Bike zu erfüllen. Aber auch wenn man sich vor Ort eines Mietwagens bedient sollte der Spaß nicht zu kurz kommen. Damit den vorherrschenden Regeln und Gesetzen genüge getan wird, verraten wir worauf zu achten ist.

Zunächst gilt es, die bestehenden Einreiseregelungen in die USA zu beachten. Für deutsche Staatsangehörige erstreckt sich die Ausweispflicht auf einen zum Zeitpunkt der Einreise gültigen Reisepass. Dies gilt auch für Kinder (hier zu beachten: der Kinderreisepass muss vor dem 26.10.2006 ausgestellt worden und seitdem nicht verlängert worden sein). Sofern diese Kriterien nicht erfüllt sind – d.h. kein gültiger Reisepass vorliegt, besteht Visumspflicht.

Autofahren in den USA – worauf muss geachtet werden?

Zum einen sind die Tempolimits in den USA unterschiedlich ausgelegt. Je nach Bundesland und Interstate Highway (entspricht einer deutschen Autobahn) sind obere Geschwindigkeitsgrenzen zwischen 55 mph bis 80 mph (89 km/h bis 129 km/h) erlaubt. Die Landstraßen (sog. Federal Highways) sind dagegen mit Tempolimits von 55 mph bis 65 mph (89 km/h bis 105 km/h) begrenzt. Die Verkehrsregeln entsprechen im Wesentlichen den europäischen – einige Ausnahmen sollten jedoch beachtet werden, wie etwa das „Stop“-Schild: die amerikanische Regelung lautet hierbei, dass derjenige Vorfahrt hat, der sich der Kreuzung zuerst genähert hat, es gilt also nicht per se „rechts vor links“. Ebenso sollte die Rechtsabbiegemöglichkeit an Ampeln beachtet werden.

Mietwagen können mit einem gültigen deutschen Führerschein angemietet werden (im Übrigen wird der „normale“ deutsche Führerschein auch von den amerikanischen Behören anerkannt, sofern der Aufenthalt in den Staaten maximal ein Jahr beträgt).

Die „do’s & dont’s“ in den USA.

Wie auf dem europäischen Festland so gilt es auch bei der Einreise in die USA sich abschließend noch einen Überblick über die gesellschaftlich-kulturellen Aspekte, und damit auch über herrschende Konformitäten im Umgang mit Alkohol & Co., zu verschaffen. Vorrangig sei der Alkoholgenuss zu erwähnen. Die Gesetzeslage in den meisten Bundesländern ist ähnlich (und auch ähnlich streng in Bezug auf Alkohol): 0,8 Promille sind meistens der zugelassene Höchstwert. Jedoch weichen manche Bundeslänger auch davon ab und lassen höhere Werte zu. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fährt komplett nüchtern. Auch sollte auf einen öffentlichen Konsum von Alkohol verzichtet werden – dieser ist ebenfalls gesetzeswidrig.

Parktickets sollten unabhängig von ihrer Höhe vor Ort bezahlt werden. Sofern dies nicht erfolgt, kann es zu restriktiven Maßnahem kommen, wie etwa einem späteren Einreiseverbot o.ä.

Die strengen Rauchverbote haben sich in europäischen Ländern mittlerweile auch etabliert, sodass die Einhaltung der Verbote in Restaurants, öffentlichen Einrichtungen aber auch öffentlichen Plätzen für die meisten europäischen Besucher keine wirkliche Überraschung mehr darstellen sollte.

Die USA – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Und sofern man sich an die Besonderheiten und Vorschriften dieses Landes hält, sollte der unbegrenzten Urlaubsfreude nichts mehr im Wege stehen.